Feuchtemessungen

Feuchtigkeit ist überall – ob in der Luft oder in Bauteilen wie beispielsweise Mauerwerk, Parkett oder Wärmedämmung. Bis zu einem gewissen Grad ist Feuchtigkeit normal und teilweise sogar wünschenswert. Ist jedoch der jeweilige materialspezifische Wassergehalt überschritten, muss nach den Ursachen gesucht werden, da ansonsten schwerwiegende Schäden oder gar Schimmelbefall auftreten können. Für diesen Fall gibt es verschiedene Verfahren der Feuchtemessung. Diese Methoden dienen dazu, einen Wasserschaden festzustellen, die Schadenstelle einzugrenzen und den Trocknungsverlauf zu verfolgen, um zu guter Letzt die optimale Ausgleichsfeuchtigkeit wieder herzustellen.

  •     Widerstandsmessverfahren

Bei der Widerstandsmessung wird mit Hilfe zweier Elektroden der elektrische Widerstand in Abhängigkeit von der elektrischen Leitfähigkeit eines Baustoffes bestimmt. Feuchte Stoffe sind elektrisch leitfähiger und der Widerstand somit geringer. Der Widerstand lässt sich am Messgerät in herstellerspezifischen Einheiten anzeigen und wird dann unter Berücksichtigung der verschiedenen Baustoffe in Feuchtigkeitsprozente umgerechnet.

  •    CM-Messverfahren auf Nachfrage

Dieses Messverfahren liefert wissenschaftlich anerkannte und verlässliche Ergebnisse und bietet eine unkomplizierte Anwendung vor Ort. Dabei wird dem zu prüfenden Bauteil eine Probe von ca. 10 – 50g je nach vermuteter Durchfeuchtung entnommen und mit Hilfe eines Mörsers pulverisiert. Grobe Teile wie Kies werden vorab aussortiert, da diese keine Feuchtigkeit aufnehmen und das Ergebnis verfälschen würden. Anschließend kommt eine bestimmte Menge der Probe zusammen mit vier Stahlkugeln und einer Ampulle Calciumcarbid in eine Druckflasche aus Stahl. Durch die chemische Reaktion von Calciumcarbid und der Feuchtigkeit entsteht Azetylengas. An dem entstandenen Druck in der Flasche kann dann am Manometer mittels einer Tabelle der Wassergehalt abgelesen und bestimmt werden.

  •    Hygrometrisches Verfahren

Bei diesem Verfahren werden hygroskopische Faserstoffe (Stoffe, die Wasser aufnehmen) zur Bestimmung der relativen Feuchte verwendet.

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